Jedes Kind ist individuell. Was für ein Kind eine Schwierigkeit darstellt, kann für ein anderes Kind eine Leichtigkeit sein.

Beispiele:

  • Klassengemeinschaft: Einige Kinder brauchen besonders klare Signale, um Regeln zu verstehen und einzuhalten.
  • Konzentration: Manche Kinder lassen sich sehr leicht ablenken, sie brauchen besonders ruhige Arbeitsbedingungen.
  • Lerninhalte: Manche Kinder lernen sehr schnell, andere brauchen sehr viel mehr Zeit und könnten ohne zusätzliche Unterstützung den Anschluss verlieren.
  • Gemeinschaft: Einige Kinder müssen erst lernen, ihre Bedürfnisse und die der Gruppe in Einklang zu bringen, andere Kinder schaffen das schon gut.

Um sich ein Bild vom Kind zu machen, beobachten die Lernbegleiter*innen (LB) das Kind im Unterricht und im sozialen Miteinander. Wir fragen uns regelmäßig:

  • Kann das Kind vom Unterricht profitieren?
  • Findet es seinen Platz in der Klassengemeinschaft?
  • Gibt es Barrieren, die Teilhabe erschweren?

Solche Barrieren können ADHS, Autismus, LRS, Dyskalkulie, eine chronische Erkrankung, Hochbegabung oder Deutsch als Fremdsprache sein.
Wenn auffällt, dass soziale Teilhabe oder Lernen dauerhaft schwierig sind, wird das in der Klassenkonferenz besprochen. Dort werden geeignete Maßnahmen als Nachteilsausgleiche beschlossen und anschließend mit den Eltern abgestimmt. Ziel ist es einen Weg zu finden, der entwicklungsförderlich auf die Schul-/ Klassengemeinschaft wirkt.