Ein Nachteilsausgleich soll faire Bedingungen schaffen und sorgt für Chancengleichheit.
Er verändert nicht die Lernziele, sondern den Weg dorthin. Nachteile für das Kind werden ausgeglichen.
Wir entwickeln individuelle Nachteilsausgleiche, z. B.:
- technische Hilfsmittel (Einsatz von Tablets oder Lesestiften u.a.),
- die Umorganisation vom Schulalltag auf die Bedürfnisse vom Kind (zusätzliche Pausen, veränderte Sitzordnung),
- pädagogische Anpassungen der Lernsituation (Einsatz von Kopfhörern, Sichtschutz oder Strukturhilfen, angepasstes Lernmaterial ohne Über- oder Unterforderung, mehr Zeit bei Aufgaben oder Prüfungen, angepasste Aufgabenformate, Notenschutz).
Ziel ist, dass das Kind in und mit der Gruppe lernen kann, nicht neben ihr. Die Art und Weise der Nachteilsausgleiche hängt immer vom Einzelfall ab. Deswegen ist eine individuelle Anpassung an die konkreten Schwierigkeiten des Schülers/der Schülerin unbedingt erforderlich.
Da es der Regelfall ist, dass mehrere Schüler*innen einer Stufe Hilfe und Unterstützung durch Nachteilsausgleiche brauchen, können für ein Kind nicht alle in Frage kommenden individuellen Maßnahmen umgesetzt werden. Gemeinsam mit den Eltern werden konkrete Maßnahmen ausgewählt, vereinbart und dokumentiert.