Kirchzarten. Manchmal ist es nicht die große Summe, die zählt, sondern das Wissen, wofür sie ausgegeben wird. Die FSM AG aus Kirchzarten hat die Freie Schule Dreisamtal mit einer Spende von 150 Euro für das Außengelände unterstützt.
Günter Breier, Schulleitung der Grundschule, nahm die Spende von Frau Ramona Rudiger von der Firma FSM entgegen.
Warum das Außengelände gerade jetzt zählt
Die Freie Schule Dreisamtal befindet sich derzeit in ihrem Übergangsgebäude an der Lindenbergstraße 14. Der Umbau des neuen Standorts ist kostenintensiv, und die Schule ist dort befristet – rund fünf Jahre – zur Miete. Eine Sporthalle steht ihr dort nicht zur Verfügung.
Diese Situation prägt jede Investitionsentscheidung. Wer weiß, dass er nicht dauerhaft bleibt, baut keine festen Anlagen und keine große Sportinfrastruktur. Stattdessen fließt Geld dort hinein, wo es beweglich bleibt: in Spiel- und Bewegungsmaterialien, die später an den neuen Standort mitgenommen werden können. Genau dafür ist die Spende über 150 Euro sehr geeignet.
Was sich für 150 Euro bewegen lässt
Für diese Summe gibt es eine ganze Reihe von Klassikern, die auf dem Außengelände sofort funktionieren:
- Dosenwurfspiel – Treffsicherheit, Konzentration und ein bisschen Angeberei unter freiem Himmel.
- Outdoor-Wurfspiel – Mannschaft gegen Mannschaft, Regeln werden gemeinsam ausgehandelt.
- Pferdegeschirre – Bewegung, die Kinder selbst steuern und dosieren können.
- Softbälle – für Spiele, bei denen alle mitmachen können, ohne dass es weh tut.
Kein Hightech, kein Gerätepark – sondern Dinge, die sofort benutzt werden können und dabei eine Menge leisten.
Spielerisch entdecken, draußen durchatmen
Denn genau darum geht es: um die Freude am spielerischen Entdecken von Fähigkeiten. Wenn Kinder werfen, zielen, zählen, messen, Regeln aushandeln und Teams bilden, lernen sie nebenbei und ohne sich dessen bewusst zu sein – Zahlen, Absprachen, Einschätzung der eigenen Kraft, Umgang mit Gewinnen und Verlieren.
Dafür ist die Draußenpause da. Bewegung an frischer Luft ist kein Zusatzprogramm zum Schulalltag, sondern ein eigener, unverzichtbarer Teil davon. Kinder, die sich draußen ausgetobt haben, finden danach leichter zurück in die Konzentration. Eine Schule, die auf Selbstbestimmung und interessengeleitetes Lernen setzt, braucht Bewegung ohnehin nicht als Ausgleich, sondern als selbstverständlichen Bestandteil des Lernens.

Nachbarschaft im Dreisamtal
Die FSM und die Freie Schule Dreisamtal verbindet mehr als die Postleitzahl. Ein Unternehmen, das in selbstorganisierten Teams ohne Hierarchien arbeitet, und eine Schule, einem pädagogischen Konzept, welches die Schülerinnen und Schüler an selbstorganisiertes Lernen heranführt – das ist eine geteilte Haltung. Wenn 150 Euro dazu beitragen, dass auf dem Außengelände der Freien Schule Dreisamtal Dosen fallen, Bälle fliegen und Regeln gemeinsam ausgehandelt werden, dann ist das ein konkretes Beispiel gelebter Nachbarschaft.
Bilder im Artikel: Günter Breier (Schulleitung Grundschule) und Ramona Rudiger (FSM), einmal in Aktion, einmal als Gruppenbild.
